Fork me on GitHub
Fahrradfreitag nicht vergessen

Fahrradfreitag nicht vergessen

Total praktisch, wenn man auf dem Weg zur Arbeit an wichtige Termine erinnert wird: Am Freitag ist wieder Critical Mass angesagt. Los geht’s dieses Mal um 19 Uhr im Schanzenpark.

Wer noch etwas länger braucht, kann der Masse auf criticalmass.live/hamburg folgen.

7.149

7.149

7.149 Radlinge an der Alster. Ende März. Unfassbar.

Du radelst gern in Hamburg?

Lade ein Foto vom Radfahren in Hamburg hoch — es dauert keine 30 Sekunden!

Foto hochladen

Feinstaubquelle gefunden

Feinstaubquelle gefunden

Wie war das? 4.000 Tonnen Feinstaub werden allein am Neujahrsmorgen zwischen Mitternacht und drei Uhr morgens in die Luft geschossen, was ungefähr 15 Prozent der jährlichen Feinstaubemissionen des Straßenverkehrs entspricht?

Beim freitäglichen Dom-Feuerwerk sollte man wohl wirklich besser Abstand halten. Andererseits ist das vielleicht gar keine dumme Idee: Statt abertausender privater Silvesterfeuerwerke könnte jeder Stadtteil ein zentrales Feuerwerk bekommen. Dann stimmt’s auch so einigermaßen mit den Luftwerten.

7.159

7.159

Ja, man mag bemängeln, dass knapp 8.500 Radfahrer am gestrigen Freitag eine lächerlich geringe Zahl im Gegensatz zu 62.000 Kraftfahrzeugen nebenan auf der vierstreifen Straße „An der Alster“ sind.

Es muss wohl an der schönen Aussicht auf die Alster liegen, dass der Radverkehrsanteil immerhin bei für Hamburg untypischen zwölf Prozent liegt — an der Infrastruktur kann’s nicht liegen: In beiden Fahrtrichtungen teilen sich Radfahrer einen anderthalb Meter breiten Radweg, der sich zwischen Straßenbegleitgrün und parkenden Kraftfahrzeugen entlangschlängelt; unnötige Konflikte mit Fußgängern inklusive.

Normalerweise kratzt der Radverkehrsanteil erst an besonders warmen Werktagen im Sommer an seiner Belastungsgrenze — aber nicht, wenn es im Frühjahr mal ein paar Grad mehr werden.

Autoscooter

Autoscooter

Noch ein Kalauer vom Dom gefällig? Wozu Autoscooter fahren, wenn man mit dem Rad am Hamburger Straßenverkehr teilnehmen kann?

Guten Abend!

Guten Abend!

Fahrrad-Sonnenuntergang an der Alsterwiese Schwanenwik.

Radfahrer halten sich eh nie an die Regeln

Radfahrer halten sich eh nie an die Regeln

Am Mittwoch wurde an der Stresemannstraße eine Radfahrerin von einem Lastkraftwagen überrollt.

Selbstverständlich folgt wieder die obligatorische Suche nach den Ursachen und der Frage, wie man so etwas künftig verhindern könnte. Auch das Thema mit den Abbiegeassistenten ist wieder im Gespräch.

Vor allem sind aber wieder ganz abstruse Theorien im Gespräch.

Beispielsweise dass Radfahrer andauernd ihre Vorfahrt durchsetzten. Das klingt brutal, martialisch, moralisch verwerflich und passt in das übliche Bild, dass sich Radfahrer ja eh nie an die Regeln hielten. Äh, ja, Radfahrer haben halt manchmal Vorfahrt, so lauten nunmal die Verkehrsregeln — obwohl eine Diskussionsteilnehmer bereits eine Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung favorisieren, nach der Radfahrer bitte an jeder Kreuzung und Einmündng absteigen und schieben sollen.

Mal im Ernst: Es mag Zeitgenossen auf dem Fahrrad geben, die eher unangenehm daherkommen. Und sicherlich setzt auch so mancher Radfahrer gerne seine Vorfahrt durch, auch strategisch unklug gegen schwerere Verkehrsteilnehmer. Und dennoch: Verzichteten nicht in jeder Minute bundesweit Dutzende Radfahrer auf ihre Vorfahrt gegenüber abbiegenden Kraftfahrzeugen, so gäbe es wohl ungleich häufiger tödliche Unfälle.

Hin und wieder funktioniert der Vorfahrtsverzicht jedoch nicht. Sei es wegen des toten Winkels, sei es ein Missverständnis, sei es dass einer der beiden die Verkehrsregeln missachtet, hin und wieder klappt es nicht — aber aufgrund dieses einen Radfahrers werfen wir wieder pauschal allen Radfahrern vor, ihre Vorfahrt täglich und immerzu durchsetzen zu wollen? Das passt doch vorne und hinten nicht.

Zweiter Punkt: Beinahe alle Kommentatoren scheinen sich einig, dass „auf die Straße verlegte Radwege“ derartige Vorfälle begünstigten. Leider ist es komplett andersherum: So genannte Hochbordradwege sind prädestiniert für tödliche Abbiegeunfälle, weil der Radverkehr für den abbiegenden Kraftfahrer mehr oder weniger schlecht einsehbar hinter parkenden Kraftfahrzeugen, Straßenbegleitgrün oder Bushaltestellen auftaucht. Da kann man ein komplettes Spiegelkabinett am Führerhaus spazieren fahren, wenn eine Werbesäule den Blick auf den Radweg unterbindet, bleibt dem Lastkraftwagen-Fahrer eigentlich nur das Warten auf einen Einweiser — aussteigen und schieben kommt vermutlich eher nicht in Frage.

Fahrradstreifen auf Fahrbahnniveau scheinen in der Unfallstatistik deutlich unauffälliger: Dort befindet sich der Radverkehr im Blickfeld des Kraftverkehrs.

Natürlich ist es zum heutigen Tage eine abenteuerliche Idee, neben einem bereits im Abbiegevorgang begriffenen Lastkraftwagen noch unbedingt geradeaus durchfahren zu wollen, aber das kann nicht im Umkehrschluss bedeuten, dass man dem Kraftverkehr freie Fahrt verspricht und öffentlich darauf pocht, Radfahrer und Fußgänger sollten doch bitte an jeder Kreuzung auf ihre Vorfahrt verzichten. Das ist inakzeptabel.

Wir sind nicht bereit, über die Preise im Supermarkt einen Beifahrer des Lieferanten zu finanzieren? Okay, dann ist das so.

Wir sind bereit, für minutengenaue Lieferung zuzulassen, dass der Disponent seine Fahrer zu einem ungesunden Fahrstil anfeuert, der ein rechtzeitiges Erkennen von Gefahren beziehungsweise ein rechtzeitiges Anhalten unmöglich macht? Okay, dann ist das so.

Dann müssen wir wohl damit leben. Damit der Kraftverkehr ungestört fließen kann, sollen bitteschön alle anderen Verkehrsteilnehmer auf ihre Rechte verzichten. Ein Abbiegeassistent könnte wenigstens ein einzelner Baustein sein, um das Manövrieren schwerer und großer Kraftfahrzeuge durch die Stadt deutlich ungefährlicher zu gestalten.

Endlich wieder Fahrraddisco

Endlich wieder Fahrraddisco

Beim Radfahren schwitzen ist nicht genug? Noch heißer wird’s bei der Fahrraddisco: Da fehlt nicht nur der kühlende Fahrtwind, da ist’s auch im Monkeys Music Club noch drückend heiß.

Der Strom für die Musik wird von vier Fahrrädern erzeugt — wenn keiner strampelt, gibt’s auch keinen Sound (und ohne Sound auch keine Bewegung, aber das ist eine andere Sache). Die Einnahmen des Abends werden für nachhaltige Umbaumaßnahmen der Location investiert, beispielsweise sparsamere LED-Beleuchtung.

(Und fuck, ja, ich kann’s kaum erwarten, dass es im Mai wieder unter freiem Himmel losgeht!)

Morgenstund hat Feinstaub im Mund, II

Morgenstund hat Feinstaub im Mund, II

Es sieht zwar eigentlich ganz nett aus, wenn sich die Sonnenstrahlen durch die Häuserschluchten brechen, aber leider ist das Dreck, der momentan aufgrund der für den Feinstaub günstigen Witterung stundenlang über der Stadt schwebt.

I love Hamburg

I love Hamburg

Klar liebt er Hamburg, er muss ja auch nicht selbst fahren.